2019

5 vor 12 Uhr #ichstreike8M

KUNDGEBUNG AM ROBERT-KOCH-PLATZ MIT SITZSTREIKAKTION Immernoch werden wir tagtäglich mit verletzenden Witzen, Kommentaren, Übergriffen und körperlicher Gewalt klein gemacht. Unsere Arbeit wird geringeschätzt und wir verdienen im Schnitt 22% weniger als Männer. Zuhause übernehmen wir einen großen Teil der unbezahlten Haus- und Pflegearbeit. Es wird von uns erwartet, dass wir diese Arbeit klaglos, unbeachtet und wie selbstverständlich mit einem Lächeln erledigen. Das lassen wir uns nicht länger gefallen! Deshalb rufen wir bundesweit alle Frauen* und Queers dazu auf, sich um 5 vor 12 Uhr mit Stühlen in den öffentlichen Raum zu setzen und jegliche Arbeit niederzulegen. Manche von uns setzen sich direkt vor ihre Haustür, manche von uns versammeln sich auf öffentlichen Plätzen und manche von uns machen kämpferische Mittagspausen vor ihren Betrieben. In den letzten Jahren haben viele von uns für bessere Arbeitsbedingungen gekämpft. Um uns mit diesem Kampf zu solidarisieren und auch der Forderung nach mehr Personal im Krankenhaus – durch den Frauen*Streik Nachdruck zu verleihen, mobilisieren wir in Berlin um 5 vor 12 Uhr auf den nahe der Charité gelegenen Robert- Koch- Platz. Die Kundgebung ist offen für Frauen* und Queers sowie für solidarische cis-Männer. Die Kundgebung ist kinderfreundlich ausgerichtet und wir haben eine Kinderbetreuung organisiert. Außerdem wird es Redebeiträge (mit Übersetzung) geben. Von dort aus ziehen wir weiter zu den beiden Demonstrationen: 14.00 Frauen*kampftagsdemo am Alexanderplatz 15.00 United we get what we want am Frauengefängnis Lichtenberg (Magdalenenstraße).

Während des 2. bundesweiten Vernetzungstreffen wurden am 17. Februar 2019 folgende Forderungen beschlossen:

Frauen*streik/feministischer Streik Deutschland

Wir streiken! Wir fordern!

… denn wir erschaffen den Reichtum!

Wir fordern die Gewerkschaften, auf zum Streik aufzurufen!

Wir fordern das Recht auf politischen Streik!

Benachteiligung bei sozialer Absicherung stoppen!

  • Mindestrentenniveau auf 1400 € Netto anheben
  • Gleiches Geld für gleiche Arbeit (Entgeltgleichheitsgesetz)
  • Lohn und Wertschätzung für Haus- und Sorgearbeit
  • Prostituiertenschutzgesetz abschaffen
  • Volle Arbeitsrechte und ein Ende der Kriminalisierung und Stigmatisierung für Sexarbeiter*innen
  • Flächendeckender Mindestlohn auf mindestens 13 € anheben
  • Lohnuntergrenze für examinierte Pflegefachkräfte auf mindestens 16 € festlegen
  • Pflegenotstand beenden: DRG (Fallpauschalen System) abschaffen, Personal-Patient*innen Schlüssel erhöhen, mehr Personal im Krankenhaus
  • Ost- und Westlöhne in allen Berufen angleichen
  • Hartz IV abschaffen,  Grundsicherung ohne Schikane für alle
  • Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich
  • Stopp der Privatisierung aller Daseinsversorgungen
  • Bezahlbarer Wohnraum, Immobilienunternehmen enteignen
  • Steuerrechtliche Benachteiligungen und Eheprivilegien abschaffen
  • Sozialversicherungsbeiträge von Unternehmen proportional erhöhen
  • Ende von Outsourcing und Befristung

Recht auf körperliche und geschlechtliche Selbstbestimmung!

  • §§ 218 und 219a StGB abschaffen
  • kostenlose Schwangerschaftsabbrüche
  • Ärztliche Gutachtenpflicht zur Anerkennung Trans- und Intergeschlechtlichkeit abschaffen
  • Verbot von geschlechtsverändernden Eingriffen bei intersexuellen Kindern auf Zwang
  • Freie Wahl der geschlechtsbezogenen Personenbezeichnung
  • Geschlechtsneutrale Toiletten in allen öffentlichen Einrichtungen
  • Gesetzliche flächendeckende Verankerung und Umsetzung sexueller und geschlechtlicher – Vielfalt in der Pädagogik in Kindergärten und Schulen
  • Recht auf kostenlose Prävention von Geschlechtskrankheiten und Untersuchungen
  • kostenlose Verhütungsmittel
  • Luxussteuern auf Tampons, etc. abschaffen
  • Recht auf Selbstbestimmung für gebärfähige Menschen in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
  • Beenden des Hebammennotstandes

Asylsuchende unterstützen, nicht gefährden!

  • Geschlechtsspezifische Fluchtursachen anerkennen
  • Asylantrag unabhängig vom Familienstand behandeln
  • Unterbringung in Privatwohnungen
  • Bewegungsfreiheit für alle
  • Ende der Repression gegen politisch aktive Asylsuchende
  • Stopp von Abschiebungen
  • Schluss mit der Einteilung in »Migrant*innen« und »Deutsche«! Schluss mit der Spaltung!
  • Wahlrecht für alle unabhängig vom Aufenthaltsstatus
  • Gleiche Arbeits- und Bildungsrechte für alle unabhängig vom Aufenthaltsstatus
  • Anerkennung ausländischer Abschlüsse
  • Legalisierung für alle die in Deutschland leben
  • Deutschkurse für alle die sie wollen
  • Ende der Kriminalisierung migrantischer Organisationen (z.B. YPG/YPJ), Abschaffung von §§ 129a und b StGB
  • Verschärfung von Polizeigesetzen stoppen!

Sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt effektiv bekämpfen!

  • Die Bundesregierung muss Feminizid, Morde an Frauen* weil sie Frauen* sind, als strukturelles Problem in Deutschland anerkennen
  • Einheitliche und flächendeckende Dokumentation von Hasskriminalität gegen  Frauen*, Inter-, Trans-, nicht-binären und queeren Menschen
  • Bundesgesetzliche Regelung des Rechtsanspruchs auf Schutz und Hilfe bei Gewalt mit Verortung in den bestehenden Sozialgesetzbüchern
  • 3-Säulen-Modell (Bund, Länder und Kommunen) zur einzelfallunabhängigen, bedarfsgerechten und projektunabhängigen Finanzierung von Frauenhäusern und -beratungsstellen
  • An Unternehmensverbände, Gewerkschaften und Schulen: Finanzierung von Präventionsmaßnahmen und Schulungen (innerbetrieblich und betriebsübergreifend)
  • Staatlich finanzierte unabhängiger Stellen (nicht Polizei) für Anzeigen und Betreuung bezogen auf häusliche und/oder sexualisierte Gewalt

Unsere Gesellschaft braucht KiTas!

  • Löhne von Erzieher*innen und Grundschullehrer*innen an Lehrerinnen* Löhne anpassen
  • Löhne in Sozial- und Erziehungsberufen anheben
  • Statt 3,5 Milliarden Euro bis 2021, mindestens 10 Milliarden Euro pro Jahr in frühkindliche Erziehung
  • Kindertagespflegepersonen sozialversicherungspflichtig anstellen, Stopp von Scheinselbständigkeit
  • KiTa Plätze für alle Kinder unabhängig vom Aufenthaltsstatus

Keine Ausgrenzung aufgrund von Behinderung!

  • Geschlechtsspezifische Pflege
  • Selbstbestimmtes Leben Zuhause statt in Heimen
  • barrierefreier Personennahverkehr
  • Teilhabegesetz nachbessern

Gegen erzwungene Schöhnheitsnormen!

  • Gesetz zur Abschaffung von sexistischer Werbung
  • Bundesweites Antiphotoshop-Gesetz, welches besagt, dass alle Werbebilder die durch Photoshop verändert wurden als solche markiert werden müssen

Deutsche Rüstungs- und Kriegspolitik als globale Bedrohung stoppen!

  • Abzug aller Deutschen Truppen aus dem Ausland und Stopp aller Rüstungsexporte
  • Seenotrettung entkriminalisieren, Frontex abschaffen
  • Vergesellschaftung aller Rüstungsunternehmen und Umwandlung für zivile Bedürfnisse

Für ein nachhaltiges Wirtschaften und ein gesundes Leben für alle!

  • Sofortiger Ausstieg aus den fossilen Energieträgern: Kohle, Öl und Gas
  • Radikaler Umbau der Wirtschaft hin zu 100 % erneuerbaren Energien
  • Ausstieg aus der industriellen Landwirtschaft und Umbau hin zu einer agrarökologischen Nahrungsmittelproduktion, Keine Subventionierung von Fleischproduktion-  Ausstieg aus dem motorisierten Individualverkehr und Umbau hin zu kostenlosen, flächendeckenden, öffentlichen Personennahverkehr

Diese Forderungen sind erst der Anfang. Wir fordern Frauen*, Inter-, Trans-, nicht-binäre und queere Menschen auf ihre Stimme zu erheben und ihre eigenen Forderungen zu äußern. Wir wollen einen grundsätzlichen gesellschaftlichen Wandel, in dem wir nicht unterdrückt oder ausgebeutet werden, wir stehen zusammen und lassen uns nicht spalten!

Am 8. März 2019 werden Frauen und Queers weltweit streiken (1). Die Streikenden setzen sich gegen all die Formen von Unterdrückung und Ausbeutung zur Wehr, die Frauen betreffen: weil sie übermäßig häufig prekär beschäftigt sind – etwa in Teilzeit oder im Niedriglohnbereich; weil sie sexualisierte und körperliche Gewalt und Belästigung erfahren; weil sie von klein auf mit massiv abwertenden Geschlechterbildern konfrontiert sind; weil von Frauen erwartet wird, den Großteil der Hausarbeit, Familienpflege und Kindererziehung unbezahlt zu leisten. Und nicht zuletzt, weil sie sich dagegen wenden, dass einige Wenige sich ihre Arbeit aneignen und zugleich patriarchale Machtverhältnisse am Leben halten. Ihre Arbeit ist für den Staat und die Unternehmen unersetzlich: Wenn Frauen und Queers all ihre bezahlte und unbezahlte Arbeit niederlegen, steht die Welt still!

Wir wollen den Streik unterstützen und daher ebenfalls am 8. März unsere Arbeit niederlegen. Als Medienschaffende haben wir die Möglichkeit, viele Menschen zu erreichen. Wir stehen mit diesem Aufruf für die Forderungen aller streikenden Frauen und Queers am 8. März ein und wollen zudem die bestehenden Ungleichheiten in unserer eigenen Branche sichtbar machen.

Die schlechte Bezahlung und hohe Belastung in der Medienbranche trifft Frauen in besonderem Maße. Als Frauen leisten wir zusätzlich zu unserer bezahlten Arbeit wesentlich mehr unbezahlte Haus- und Erziehungsarbeit als Männer. Auch wir Journalistinnen sind auf allen Ebenen benachteiligt: als Festangestellte, als freie Mitarbeiterinnen, als Mütter und unbezahlte Hausarbeiterinnen. Im Medienbereich gibt es wie in allen anderen Bereichen strukturellen Sexismus: Er offenbart sich in sexistischen Sprüchen, die Einzelnen von uns signalisieren, dass sie nicht ernst zu nehmen seien, in männerbündischen Netzwerken auch in unserer Branche, der Abwertung unserer Themen, der Geringschätzung unserer Arbeit, niedrigeren Honoraren und Gehältern oder auch darin, wer befördert wird. Auch Belästigung und Gewalt im Arbeitskontext gehören für viele von uns zur »Berufserfahrung«. Hinzu kommt die Arbeitsverdichtung, die Redaktionen und Freie zunehmend in Zeitnot bringt.

Wir bestreiken am 8. März Arbeits- und Geschlechterverhältnisse im Journalismus und fordern ohne Wenn und Aber:

  • das Ende der Lohndiskriminierung: Abseits von Symbolpolitiken und zahnlosen Tigern wie dem Entgeltgleichheitsgesetz fordern wir umfassende Transparenz bei Gehalts- und Honorarverhandlungen – sowohl für Festangestellte in unterschiedlichen Positionen als auch für freiberufliche Journalistinnen.
  • Gewalt als strukturelles Problem zu behandelnd: Laut einer Umfrage von 2015 im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes kennen 60 Prozent der befragten Personalverantwortlichen und Betriebsrät_innen keine Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz in ihrem Unternehmen beziehungsweise ihrer Verwaltung; in fast der Hälfte der Betriebe gibt es keine Beschwerdestelle für diese Fälle. Wir fordern von den Gewerkschaften, den Einsatz gegen Diskriminierung und Gewalt am Arbeitsplatz zum Gegenstand von Tarifverhandlungen machen.
  • Arbeitszeitverkürzung: Als Frauen tragen Journalistinnen weiterhin die Hauptlast in der Haus- und Fürsorgearbeit. Wir fordern daher Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich.
  • Durchsetzung der Tarifbindung: Wir fordern eine generelle Tarifbindung für Journalist_innen und damit verbunden ein Ende des Ausspielens von oft noch prekäreren Freien, die als Druckmittel genutzt werden, damit Kolleg_innen Verträge mit schlechteren Konditionen annehmen.
  • Gute Arbeit auch in Haushalt und Fürsorge: Wir fordern eine öffentliche Infrastruktur mit ausreichenden und hochwertigen Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten, Horten und Ganztagsschulen, damit Kolleginnen, die Kinder haben und/oder Angehörige versorgen, entlastet werden.
  • Outsourcing zu beenden: Damit wir als Journalistinnen überhaupt arbeiten können, brauchen Medienhäuser Reinigungspersonal, Kantinenpersonal, Gebäudesicherheit und Menschen am Empfang. Zusteller_innen bringen die gedruckte Zeitung zu den Leser_innen. Beschäftigte in diesen Bereichen werden immer häufiger outgesourct und verdienen besonders wenig. Doch unsere Kämpfe sind nicht begrenzt durch unsere Position in einem Gebäude; wir gehören alle zusammen. Wir fordern die Eingliederung von outgesourctem Personal in die jeweiligen Unternehmen.
  • feministischen Journalismus: Wir fordern einen Ausbau der Strukturen für guten Journalismus! Das heißt: Schluss mit Geschlechterstereotypen in den Medien und dem Desinteresse gegenüber Problemen, die Frauen betreffen, Schluss mit der inhaltlichen Verflachung. Gegen Ignoranz und Einzelkämpfertum, gegen elitären Journalismus! Für einen anderen, feministischen Journalismus!Anmerkung:
    1) Queer kommt aus dem Englischen und beschreibt Dinge, Handlungen oder Personen, die von der heterosexuellen, zweigeschlechtlichen Norm vermeintlich oder tatsächlich abweichen. Ab den 1980er Jahren wurde der Begriff zunehmend zur positiven Selbstbezeichnung, die einige Schwule und Lesben sowie bisexuelle und intergeschlechtliche Menschen und trans-Personen verwenden. Wenn wir von Frauen reden, meinen wir damit selbstverständlich auch trans Frauen. Darüber hinaus sind wir uns bewusst, dass nicht alle Menschen sich selbst als Frau identifizieren, nur weil sie von außen so eingeordnet werden.

Unterzeichnerinnen am 7.3.2019:

Katharina Alexander, ze.tt

Kersten Artus, freie Journalistin

Maayan Z. Ashash, freie Journalistin

Jennifer Beck, Missy Magazine

Cornelia Berger, Geschäftsführerin der der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di

Marion Bergermann, neues deutschland

Birthe Berghöfer, freie Journalistin, Auslandsreporterin in Schweden

Edna Bonhomme, freie Journalistin

Melina Borčak, freie Journalistin und Filmemacherin, Deutsche Welle-Korrespondentin für Bosnien

Johanna Bröse, re:volt magazine

Maike Brülls, taz

Susanne Brust, Lateinamerika Nachrichten

Kathrin Buchner, PULS, Bayerischer Rundfunk

Teresa Bücker, EDITION F

Mareen Butter, freie Journalistin

Haidy Damm, neues deutschland

Dimitra Dermitzaki, freie Journalistin

Sarah Diehl, freie Autorin und Aktivistin

Inga Dreyer, freie Journalistin

Hannah Eberle, analyse & kritik

Astrid Ehrenhauser, freie Journalistin

Helke Ellersiek, freie Journalistin

Lea Fauth, freie Journalistin, Lateinamerika Nachrichten

Vanessa Fischer, neues deutschland

Marie Frank, neues deutschland

Jana Frielinghaus, neues deutschland

Julia Fritzsche, freie Journalistin und Autorin

Sonja Gerth, CIMAC Mexiko

Tina Groll, Zeit Online, Bundesvorsitzende der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di

Jelena Gučanin, freie Journalistin

Malene Gürgen, taz

Eva Gutensohn, freie Journalistin, SWR, Radio Dreyeckland

Marlene Halser, taz

Magdalena Handerek, freie Journalistin / Berlin po polsku

Patricia Hecht, taz

Florence Hervé, freie Journalistin

Kathrin Grünhoff, Bayerischer Rundfunk

Mareice Kaiser, ze.tt

Jasmin Kalarickal, taz

Caroline Kassin, Lateinamerika Nachrichten

Mina Khani, freie Journalistin, Bloggerin, 6RANG

Caroline Kim, Lateinamerika Nachrichten

Janne Knödler, Süddeutsche Zeitung

Elsa Koester, Freitag

Chris Köver, Netzpolitik und Missy Magazine

Claudia Krieg, analyse & kritik

Anja Krüger, taz

Ulrike Kumpe, neues deutschland

Șeyda Kurt, ze.tt

Juliane Lang, freie Journalistin

Lotte Laloire, neues deutschland

Anna Lehmann, taz

Alina Leimbach, neues deutschland

Alexandra
Martini, freie Journalistin, Bayerischer Rundfunk

Anna Mayrhauser, Missy Magazine

Caren Miesenberger, freie Journalistin

Johanna Montanari, freie Journalistin

Katja Musafiri, taz und Missy Magazine

Carmela Negrete, freie Journalistin Samuela Nickel, neues deutschland Laila Oudray, freie Journalistin Rebecca O’Dwyer, freie Journalistin Heike Reich, Zündfunk Dinah Riese, taz Eleonora Roldán Mendívil, Lower Class Magazine und freie Journalistin

Mithu Sanyal, freie Journalistin und Autorin

Nadine Schildhauer, freie Journalistin

Eva Schmid, freie Layouterin, Jungle World

Nina Scholz, freie Journalistin

Andrea Schöne, freie Journalistin

Beke Schulmann, NDR Info Hannah Schultes, analyse & kritik

Krystyna Schreiber, freie Journalistin

Beate Schwartau, u.a. freie Journalistin und Vorstandsmitglied der freien Journalistinnen und Journalisten bei ver.di

Ines Schwerdtner, Ada Magazin

Katharina Schwirkus, neues deutschland

Bahar Sheikh, analyse & kritik und Missy Magazine

Leonie Sontheimer, collectext

Margarete Stokowski, freie Journalistin, Spiegel Online

Barbara Streidl, freie Journalistin, Bayerischer Rundfunk

Lea Susemichel, an.schläge

Miriam Suter, freie Journalistin, NZZ, WOZ

Regine Tams, freie Journalistin

Eva Tepest, freie Journalistin

Ann-Kristin Tlusty, ZEIT ONLINE

Meşale Tolu, freie Journalistin

Johanna Treblin, neues deutschland

Nelli Tügel, neues deutschland

Margarita Tsomou, Missy Magazine, HAU Hebbel am Ufer

Hannah Vögele, freie Journalistin

Sylvia Vogt, Tagesspiegel

Anna-Maria Wagner, Medien- und Diversityexpertin

Ulrike Wagener, neues deutschland

Ingrid Wagner, freie Radiojournalistin und Autorin

Julia Wasenmüller, Lateinamerika Nachrichten

Tanja Wassiljev, Lower Class Magazine

Eva Werner, freie Journalistin

Carolin Wiedemann, freie Journalistin

Olga Wolf, Perspektive Online

Mag Wompel, Redakteruin labournet

Claudia Wrobel, freie Journalistin

Hengameh Yaghoobifarah, Missy Magazine

Chandrika Yogarajah, freie Journalistin

Vina Yun, freie Journalistin und Redakteurin

Milan Ziebula, freie Journalistin bei collectext

Maike Zimmermann, analyse & kritik

Erica Zingher, freie Journalistin

Lou Zucker, neues deutschland und collectext

Wer diesen Aufruf unterzeichnen möchte, meldet sich bitte mit Name und Medium unter: journalistinnenstreik@gmail.com

Die Langversion des Aufrufs gibt es hier zumDownload.

2017 wurden in Deutschland 147 Frauen* von ihren (Ex-)Partnern getötet – das war heute überall in den Medien zu lesen. Nichts jedoch über die 224 Frauen*, die einem solchen Tötungsversuch durch Glück entkamen.

Und auch nichts über die gesellschaftlichen Hintergründe dieser Femizide, der Tötung von Frauen* aufgrund ihres Geschlechts: Wenn das Leben immer unsicherer wird, dann wird der Körper der Frau* zum Austragungsort sozialer Konflikte und männlicher Ohnmacht. Gleichzeitig werden Frauen* die ökonomischen Bedingungen vorenthalten, um sich aus gewaltvollen Verhältnissen zu befreien.

Wir fordern, dass die verschiedenen Gewalt- und Ausbeutungsverhältnisse zusammengedacht und abgeschafft werden und rufen zum Frauen*streik am 8. März 2019 auf: Ni una menos! Non una di meno! Keine mehr!

Initiative Keine Mehr – keinemehr.wordpress.com

Liebe Kolleginnen_, liebe Freund_innen!

Wir sind Rosa, Theresa, Lilli, Antje, Irène und Franziska. Wir sind CindyCat. Wir alle sind Künstlerinnen und Kulturschaffende. Wir machen konzeptbasierte, politisch engagierte, langfristig angelegte, am Prozess orientierte, wenig objektfokussierte und von Residenzen und Projektförderungen abhängige Kulturarbeit. Diese Arbeit findet unter sehr prekären Umständen statt. Denn auch und gerade weil wir mit Überzeugung und Liebe Kunst machen, bedeutet das viel, ja dreifach zu arbeiten: Wir sind nicht nur Künstlerinnen sondern verrichten auch Hausarbeit, die zum täglichen Leben dazugehört. Beiden gemein ist, dass sie schlecht oder gar nicht bezahlt sind. In beiden Fällen wird vielfach davon ausgegangen, dass wir diese Arbeiten so gerne tun, dass eine Bezahlung gar nicht nötig ist. Und weil wir nicht oder nur wenig bezahlt werden, brauchen wir zusätzlich noch eine Lohnarbeit. Das heißt, wir arbeiten in drei Schichten: Kulturarbeit, Hausarbeit und Lohnarbeit. Alle drei Formen unserer Arbeit finden unter genau den patriarchalen Bedingungen statt, die auch die meisten anderen gesellschaftlichen Bereiche durchziehen. Weil es in der Kunst viel um Netzwerke, um symbolische und repräsentative Macht geht, behindern uns Seilschaften weißer Männer in spezifischer Weise: Sie beziehen sich aufeinander, laden ihre Buddies für Ausstellungen ein und schreiben Bücher über andere weiße Männer. Da langweilt sich sogar die Haut auf unserem Kakao. Auffällig ist außerdem, dass die unbezahlte, emotionale Arbeit uns sowohl in unserer Sozialisation als Frauen als auch als Künstlerinnen quasi in die Wiege gelegt scheint. Leidenschaftlich sagen wir: ES REICHT.

WIR STREIKEN

Wir bestreiken die Geschichte der Eigenverantwortung von Freiberuflichkeit und liefern uns nicht weiter alleine dem Betrieb aus.Wir werden den Problemen und der Prekarität gemeinsam und solidarisch entgegentreten.Wir schaffen Bewusstsein bei denen, die Kunst und Kultur genießen und oft gar nicht um die Bedingungen wissen, unter denen sie entsteht.Wir sorgen für Transparenz, indem wir mit unseren Kolleginnen über die konkreten Bedingungen, die Bezahlung, Prekarität und Armut sprechen.Wir arbeiten hin auf eine Teilung der Zeit, die es jedem Menschen erlaubt, schöpferisch tätig zu sein.Wir streben nach einer Kunst die verstören darf, die Fragen stellt, die komplex ist und nicht zwangsläufig der Unterhaltung, der Zerstreuung und der geistigen Reproduktion erschöpfter, ausgelaugter Subjekte zu dienen hat.

Mehr von CINDYCAT: https://dd.fau.org/category/ags/cindycat-branchengruppe-kunst-kultur/

Aufruf der Theaterarbeitenden

Aufruf zum feministischen Streik am Internationalen Frauen*kampftag an alle freien Theaterarbeiterinnen*!

Nicht am Antrag arbeiten. Keine Emails abarbeiten oder beantworten.

Nicht zur Probe gehen. Keinen Kaffee kochen. Nicht die Anlage und den Beamer hochfahren. Nicht nochmal von vorne beginnen. Nicht den letzten Teil nochmal wiederholen mit den neuen Absprachen. Nicht die nächste Woche planen. Sich nichts Neues ausdenken.

Keine Arbeitstreffen. Keine Gespräche. Nichts mit Projekten.

Nicht fragen: wie ist es für dich? Nicht erklären: aus unserer Perspektive wäre aber wichtig. Nicht sagen: okay geht schon irgendwie.

Nichts vermitteln. Nicht strategisch denken. Nicht abwägen. Nicht lächeln.

Am 8. März streiken auch wir Theaterarbeiterinnen*!

Wir sind Allrounderinnen*, Assistentinnen*, Autorinnen*, Bühnen- und Kostümbildnerinnen*, Dramaturginnen*, Lichtdesignerinnen*, Musikerinnen*, Performerinnen*, Produktionsleiterinnen*, Regisseurinnen*, Technikerinnen*, Schauspielerinnen*, Video- und Sounddesignerinnen* und viele mehr.

Wir arbeiten zumeist frei, in kontinuierlichen und temporären Zusammenhängen, oft kollektiv an Institutionen, die hierarchisch organisiert sind. Wir machen Performance, Theater, Tanz und alles was an den Rändern und zwischen diesen Genres liegt. Dabei haben wir keine geregelten Arbeitszeiten, keine Absicherung im Alter, keinen Urlaubsanspruch, kein Arbeitshandy, keinen IT-Support.

Zusätzlich zu unserer Lohnarbeit leisten wir unzählige Stunden an Care-Arbeit. Wir kümmern uns um Kinder, um Eltern, um unsere Freund*innen, natürlich um unsere Kolleg*innen und um die gute Stimmung. Wir bringen die Kinder ins Bett und gehen danach wieder auf die Probe oder an den Computer. Wir gehen um kurz vor Mitternacht noch schnell einkaufen. Selbstsorge? Keine Zeit.

Die restliche Zeit, die wir nicht haben, stecken wir in unbezahlte kulturpolitische Arbeit. Wir sind präsent, wir tauschen uns aus, wir nehmen teil. Unbezahlt und in unserer Freizeit, als ob wir keine anderen Hobbies hätten.

Wir arbeiten prekär und verdienen, wenn überhaupt, gerade genug um davon gerade so zu leben. Wir können nichts sparen. Wir können uns nicht absichern. Wir verdienen im Schnitt 40 % weniger als unsere männlichen Kollegen (siehe KSK in Zahlen Durchschnittseinkommen Darstellende Kunst) und müssen uns dann noch von ihnen anhören, wie unsere Arbeit eigentlich zu machen ist.

Unser Betrieb schreibt uns jeden Tag Rollen zu – die zu durchbrechen und umzudeuten ist harte Arbeit, und zwar bevor es überhaupt auf die Bühne geht.

Unsere Arbeit überhaupt machen zu können, ist ein Privileg, denn unser Betrieb ist sexistisch und rassistisch. Unser Arbeitskontext zeichnet sich aus durch ungerechte Verteilungen und versperrte Zugänge, und zwar nicht nur zwischen Männern und Frauen und allen ungenannten Geschlechtern.Wir machen trotzdem nicht nur weiter, sondern versuchen auch das zu ändern.

Und wieder sagen wir: Ihr nennt es Liebe, wir nennen es (unbezahlte) Arbeit.

Diese Arbeit legen wir am 8. März nieder und spielen eine andere Rolle. Wir schließen Probebühnen, Werkstätten und Büros und klappen die Laptops zu. Wir hängen als Zeichen unserer Solidarität Schürzen und Geschirrhandtücher aus dem Fenstern und vernetzen uns mit unseren feministischen Freundinnen* und Kolleginnen*.

Wir weisen auf die zentralen Ausdrucksformen und Aktionsformen hin, auf die sich auf der letzten bundesweitern Streikversammlung geeinigt wurde:

  • Die Farbe Lila ist unsere Farbe. 
  • Wir wollen dezentral und zentral um 5 vor 12 vor unsere Wohnungen, Häuser, Betriebe und Büros gehen und uns auf einen Stuhl setzen, um unseren Streik zu demonstrieren. 
  • Wir wollen um 17 Uhr in ganz Deutschland als Teil eines globalen Aufschreis unsere Wut hinausschreien. Egal, ob zu Hause, auf einer der vielen Demonstrationen oder sonstwo.

Solidarische Grüße!

Swoosh Lieu …

Frauen*streik goes Global Climate Strike- Aufruf zur Demo für den Global Strike am 20. September 2019

„Wir müssen auf der ganzen Welt kämpfen, wo auch immer wir sein mögen, denn wir haben keinen Ersatz-Planeten. Wir haben nur diesen einen und wir müssen handeln!“

– Berta Cáceres, Anführerin der Lenca Gemeinde, Feministin und ökologische Aktivistin aus Honduras,
2016 aufgrund ihrer politischen Aktivität ermordet

Seit Jahrzehnten kämpfen vor allem indigene Gemeinden und Bäuer*innen im Globalen Süden gegen die brutale Zerstörung ihrer Lebensgrundlage durch den fortschreitenden Kapitalismus. An der Spitze vieler Bewegungen stehen Mädchen und Frauen, die gegen Waldrodungen, Wasserverschmutzungen und für den Erhalt ihres Lebens kämpfen. Frauen wie AnunuUwawah aus dem Niger Delta (Nigeria), Máxima Acuña Atalaya aus Celendín, Cajamarca (Peru), Alessandra Munduruku aus Pará, Amazonasregion (Brasilien), TianGuirong aus der Henan Provinz (China) oder auch MedhaPatkar aus Mumbai (Indien) zeigen uns dabei, mit welcher Stärke und Würde sie gemeinsam mit ihren Gemeinschaften gegen multinationale Konzerne und rechte Politik vorgehen.

Am 20. September gehen auch wir mit tausenden Schüler*innen, Auszubildenden, Studierenden und Arbeiter*innen unterschiedlichster Sektoren in Berlin auf die Straße, um auch hier den Kampf gegen die Klimakatastrophe zu den Verantwortlichen zu bringen.

Die ökologische Krise betrifft Frauen und Queers!

Wir wissen, dass die Klimakrise die Existenz von Milliarden von Menschen bedroht. Weltweit sind Frauen und Queers, vor allem im Globalen Süden, stärker von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Wir sind diejenigen, die weltweit überproportional häufig für Sorge- und Reproduktionsarbeit zuständig sind. Wenn Hitze und starke Regenfälle mehr Malariainfektionen hervorrufen, müssen sich vor allem Frauen und Queers um die Krankenpflege kümmern. Nach Naturkatastrophen haben Frauen und Queers ein viermal höheres Risiko, nicht zu überleben und/oder Opfer sexualisierter Gewalt zu werden. Ein Großteil der ermordeten Umweltaktivist*innen sind Frauen. In vielen Regionen der Welt verschlechtert der Klimawandel die Lebensbedingungen so sehr, dass immer mehr Menschen gezwungen sind, über menschenunwürdige Fluchtrouten wie das Mittelmeer aus ihrer Heimat zu flüchten.

Großkonzerne: Die Verantwortlichen der Krise

Die Macht der Großkonzerne aus den kapitalistischen Zentren wie Deutschland, ist das größte Hindernis für Klimagerechtigkeit und Klimaschutz. In Deutschland sind Industrie und Energiewirtschaft für 59 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Nach der Liberalisierung durch die rot-grüne Regierung unter Kanzler Schröder wird der Energiemarkt von den ‚Großen Fünf’ dominiert: Eon, RWE, Vattenfall, EnBW und LEAG. RWE ist als Braunkohleriese der größte CO2-Emittent Deutschlands. Deutsche Autokonzerne treiben weltweit ihre Absatzzahlen voran und sorgen damit für einen steigenden Verbrauch von klimaschädlichen fossilen Kraftstoffen. Zusammen mit der Waffenindustrie sind Auto- und Energiekonzerne mit Abstand die mächtigsten Player auf der Welt.Wenn wir nur noch 5% der heutigen Menge an PKWs herstellen würden – und zwar so nachhaltig wie möglich – könnten der Rest für die Produktion von deutlich mehr Bussen, Bahnen oder gar Windkraftanlagen genutzt werden. Wollen wir überleben, müssen ihre Geschäftsmodelle einer Wirtschaft weichen, die das produziert, was wir, die Produzent*innen, wirklich für notwendig halten. Als arbeitende, oftmals migrantische Frauen erleben wir selbst jeden Tag nicht nur, was Unterdrückung bedeutet, sondern auch, was Ausbeutung bedeutet. Beides hängt direkt miteinander zusammen.

Für eine geschlechtergerechte Klimapolitik!

Daher streiken auch wir am 20. September gemeinsam mit vielen anderen Aktivist*innen für eine ökologische und nachhaltige Alternative zum Kapitalismus. Profitmaximierung und Wirtschaftswachstum dürfen nicht über einem intakten Verhältnis zur Natur stehen! Wir unterstützen Fridays for Future und solidarisieren uns mit den seit über 8 Monaten bestehenden weltweiten Klimastreiks. Gleichzeitig reichen die Forderungen z.B. nach der Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und der Begrenzung der globalen Erwärmung auf unter 1,5° Celsius nicht aus. Denn: Klimapolitik kann nur funktionieren, wenn sie geschlechtergerecht gedacht wird!

Alles umwälzen!

Mit Blick auf die Tagung des Klimakabinetts hier in Berlin und den UN-Klimagipfel in New York fordern wir:

1. Eine flächendeckende Gratisnutzung des massiv auszubauenden öffentlichen Nahverkehrs und eine konsequente Verkehrswende weg vom ökologisch verheerenden Individualverkehr!

2. Radikale Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich und damit u.a. mehr Zeit für gerecht verteilte Reproduktionsarbeit!

3. Eine weltweite Agrarwende hin zu ökologischem Landbau und fortschrittlichen Anbaumethoden – Vergesellschaftung der großen Agrarkonzerne, die besonders arme Bäuer*innen ins Elend stürzen!

4. Vergesellschaftung der großen Energiekonzerne und Umstieg auf erneuerbare Energieträger!

Wir solidarisieren uns auch mit den aktuellen und akuten Kämpfen der indigenen und quilombo Frauen in Brasilien gegen die Umweltpolitik von JairBolsonaro, welcher ihre Lebensgrundlage für immer zerstört! Die aktuellen Brände sind keine ‚Naturkatastrophen‘, sondern Produkt von massiven Rodungen und gezielter Feuerlegung von den Handlangern der brasilianischen Regierung und der westlichen Agrarkonzerne. Wir solidarisieren uns mit allen feministischen und Frauenkämpfen gegen die Klimakrise, patriarchale Unterdrückung und Kapitalismus!

Schließt euch uns an! Ihr findet uns beim Sorge- und Gesundheits-Block um 12 Uhr am Brandenburger Tor! Tragt die Farbe Lila, um eure feministischen Forderungen sichtbarer zu machen!

Im Anschluss werden wir uns außerdem an den Aktionen des zivilen Ungehorsams beteiligen. Wir nehmen uns den öffentlichen Raum, um zu zeigen: Klimagerechtigkeit geht nicht ohne Geschlechtergerechtigkeit und Gesundheitsgerechtigkeit! Orientiert euch nach der Demo an der Farbe lila und lasst uns gemeinsam laut sein!

Kommt zu unseren Treffen an jedem 8, 18. und 28. des Monats und bringt euch ein – für einen antikapitalistischen, internationalistischen Feminismus!

Frauen*streik Komitee Berlin

*Queers: Kurz gesagt, bedeutet ‚queer‘ , dass es mehr als zwei Geschlechter gibt (Männer und Frauen) und mehr als einen Weg (Heterosexualität), um zu leben und zu lieben. Neben queer gibt es viele verschiedene Begriffe (und manchmal auch keinen definitiven Begriff), die Menschen verwenden, um ihr Geschlecht und ihre Sexualität über Heteronormativität hinaus zu beschreiben. Wenn wir von Frauen reden, sprechen wir nicht nur von cis Frauen, also Frauen, bei denen das bei Geburt zugewiesene Geschlecht mit der Geschlechtsidentität übereinstimmt. Nicht alle Menschen, die als „Frau“ angesprochen werden, sind Frauen.