Programm

 

Tagesordnung zweites bundesweiten Frauen*streik Treffen 15.-17-02.2019

Freitag, 15.2., 18 Uhr – Sonntag, 17.2., 14:30 Uhr
Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Programm als pdf

 

ab 17:00 Ankommen, Info-Point → Schlafplatzvergabe & Co, Essen & Getränke (bis 19:00)

18:00 Begrüßung & Kennenlernen

19:00 große Abendveranstaltung
Podium mit Frauen* aus unterschiedlichen Streikbewegungen

 

09:00 Frühstück

10:00 Plenum: Hallo, Orga, Technix

10:30 Internationalistisches Panel: Kämpfe von Frauen* im Iran und in Kurdistan

12:30 Mittagessen

13:30 Workshop-Phase I (Austausch zu Streik- & Aktionsformen)

1. Aktionen zum Bestreiken unbezahlter Arbeit

Auch unbezahlte Arbeit wie Kinder begleiten, kochen, putzen und Protokoll schreiben ist Arbeit! Und auch diese gilt es am 8. März zu bestreiken! Doch wie? Was brauchen wir dafür und welche Aktionen eignen sich zum Bestreiken von unbezahlten Sorgearbeiten? Das finden wir in diesem Workshop heraus!
2. Pflegende Angehörige
….Beschreibung folgt.
3. Was tun, wenn wir streiken? Aktionsformen im öffentlichen Raum
Frauen*streik klingt gut und wichtig… aber was passiert eigentlich konkret am 8.März 2019? Wie kann ich mich aktiv daran beteiligen? Wie kann ich überhaupt als Arbeiter*in, Mutter*, Student*in, Renter*in…. streiken? Und vor allem: Wie können wir unseren Streik mit Aktionen im öffentlichen Raum sichtbar machen? Welche Ausdrucksformen lassen sich bundesweit finden?
4. Presse/Öffentlichkeitsarbeit
Dieser Workshop soll kein How-to-Pressearbeit sein, sondern ein Ort, an dem wir uns über unsere überregionale Pressestrategie, bis um 8.März und darüber hinaus austauschen wollen. Das heißt, wir wollen gemeinsam besprechen… – wie wir eine bundesweite Öffentlichkeitsarbeit koordinieren können und welche Struktur es dafür braucht – was wir bis zum 8.3. stemmen können – ob wir ein gemeinsames „Wording“ finden wollen und wie das aussehen könnte -… weitere Punkte, die vielleicht in euren Ortsgruppen zum Thema Presse/ÖA aufgekommen sind. Dazu macht es eventuell Sinn, wenn zu dem Workshop Personen kommen, die sich auch vorstellen könnten im Anschluss daran sowas wie eine bundesweit koordinierende „Pressecrew“ zu bilden.
5. Gemeinsame bundesweite Aktion
Wir wollen gemeinsam mit euch in Aktion kommen!  Die Frage, ob es eine gemeinsame bundesweite Aktion geben kann, können wir nur gemeinsam beantworten. Wir wollen mit euch darüber diskutieren, ob und wenn ja, wie diese Aktion aussehen kann. Wir wollen am 8. März eindrucksvolle Bilder produzieren und die Köpfe, Herzen und Bäuche erreichen! Wollen wir ein gemeinsames Symbol, eine gemeinsame Farbe einsetzen, wie kann die Aktion aussehen, die wir in der Stadt, auf dem Land, alleine, zu zweit oder mit ganz vielen am Frauen*streiktag durchführen können? Und gibt es bereits Beispiele aus Deutschland vom Frauenstreik 1994 oder international, an denen wir anknüpfen können? Das und noch viel mehr wollen wir in unserem Workshop gemeinsam erarbeiten. Und dann treten wir in Aktion….
6. Antimuslimischer Rassismus
Wie ist es möglich, dass Parteien wie die AfD und CSU ihre antimuslimische Politik durchsetzen können? Was hat diese Politik für Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Muslimischen Frauen* und Queers (of Color)? Welche täglichen Ausbeutungs- und Gewalterfahrungen prägen die Communities? Mit einführenden Inputs wollen wir uns der Beantwortung dieser Fragen nähern, um im Anschluss in Kleingruppen und im Großplenum Handlungsoptionen für den Streik am 8. März abzuleiten. Die verschiedenen Erscheinungsformen und Wirkweisen von Rassismen und Rassifizierungszprozessen erfordern eine erhöhte Sensibilisierung im feministischen Streik. Es ist einerseits wichtig einen Raum zu bieten in dem muslimische Frauen* und Queers sich zu ihren Lebensrelaitäten austauschen und sich im Kampf gegen die eigene Diskriminierung organisieren können. Andererseits müssen wir uns die Frage stellen, weshalb wenige Menschen aus Muslimischen Communities in unseren Strukturen organisiert sind und wie wir Solidarität und Unterstützung bieten können. Die Abgrenzung zu rassistischen Denkweisen in der Mehrheitsgesellschaft, soll auch anstoßen, eigene rassistische Reproduktionen im linken Spektrum frühzeitig zu erkennen und abzubauen.

15:30 Pause

16:00 Plenum: Bundesweiter und internationaler Ausdruck/Aktion/Verknüpfungen

18:00 Abendessen

19:00 Abschlussplenum

 
9:00 Frühstück

10:00 Plenum: Hallo, Orga, Technix

10:30 Workshopphase II

1. Streik & Frauen*kampftag
…Beschreibung folgt.
2. Dokumentation: Handyvideos drehen
Handyfilm-Workshop (für 15 Teilnehmende) mit Melanie und Monika (HAIFISCHBABY Film- und Fernsehproduktion). In unserem Handy-Film-Workshop lernst Du professionell Videoclips mit Deinem Smartphone zu produzieren. In kleinen Teams übst Du hier:
* spannende und ansprechende Bilder zu drehen
* Aktionen gekonnt zu dokumentieren und Interviews zuführen
* Deine Filme am Handy mit kostenlosen Apps selber zu schneiden
Interesse geweckt? Dann:
* lade Dir vor dem Workshop folgende Apps auf Dein Handy: Für Android (ab Android 4.3 oder höher): PowerDirector Videobearbeitung von CyberLink. Für iPhone (ab iOS 11.4): iMovie (Die Apps sind im jeweiligen App Store zu bekommen und kosten nichts.)
* und bring Dein Ladekabel/Datenübertragungskabel mit.
3. Internationale Vernetzung
In der Frauen*Streikbewegung formiert sich eine neue feministische Internationale. In diesem Workshop wollen wir konkrete Erfahrungen in der Organisierung und Mobilisierung verschiedener feministischer Streiks weltweit austauschen und die Momente erforschen, in denen Angst in Wut umschlägt. Wir wollen überlegen, wie wir Kämpfe verbinden können und uns gemeinsame Aktionen überlegen, wie wir die Transnationalität dieser Bewegung sichtbar machen können.
4. Frauen*streik mit unsicherem Aufenthaltsstatus
In dem Workshop möchten wir gemeinsam über Möglichkeiten zur Beteiligung am Streik und politischen Aktionen für Frauen* mit unsicherem Aufenthaltsstatus diskutieren. Wir möchten uns über Folgen und Risiken für den eigenen Aufenthaltsstatus, sowie über Rechte bei Teilnahme an Aktionen, Demos usw. informieren. Darüber hinaus möchten wir besprechen, wie wir gemeinsam als Kollektiv solidarisch und politisch agieren können. Der erste Teil des Workshops besteht aus zwei Inputs von Anwält*innen: Die Anwältin für Aufenthaltsrecht und Asylrecht Anya Lean wird uns über unsere Rechte aufklären, sowie über politische Aktionen mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus. Die Rechtsanwältin für Strafrecht Nadija Samour wird uns über Rechte im Bezug auf Streik und politische Aktionen informieren, sowie zu wie wir mit Polizei und Repression umgehen können. Anschließend versuchen wir gemeinsam mit Women in Exile, unterschiedliche Beteiligungs-/Protestformen zu überlegen und zu entwickeln, die zu den jeweilig unterschiedlichen prekären Lebenslagen passen können.
5. Organizing
22 Prozent Lohnunterschied, 20 Prozent von Armut bedroht, jeden dritten Tag ein Femizid – Frauen* haben viele Gründe, zu streiken. Doch wie kann ich mich mit meinen Kolleg*innen, Nachbar*innen und Mitschüler*innen organisieren und beim Frauen*streik mitmachen? Welche Möglichkeiten gibt es, feministische Forderungen in unseren Betrieb hinein zu tragen, ohne einen Streikaufruf durch eine DGB-Gewerkschaft? Dieser Workshop vermittelt die Grundzüge von Organizing, um kollektiv und selbstbestimmt direkte Aktionen am Arbeitsplatz, in der Schule, an der Uni oder im Kiez durchzuführen – am 8. März und darüber hinaus. Er richtet sich an alle FLTI*, die sich gegen die tägliche Erniedrigung durch Chef*innen, Lehrer*innen und Kollegen wehren wollen.

+ Open Slot

12:30 Mittagessen

13:30 gemeinsame Aktion